Verfahren zur Unterbringung von Asylbewerbern

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Gespeichert von FTK_Redakteur am 13. Juli 2017 - 11:24

Verfahren zur Unterbringung von Asylbewerbern

Weltweit sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 kamen circa eine Million Flüchtlinge nach Deutschland. Ein Großteil davon aus Syrien, Albanien, Afghanistan und dem Kosovo.

 

Die Flüchtlinge bzw. Asylsuchenden werden mit Hilfe eines bundesweiten Verteilungssystems vom Bund auf die einzelnen Bundesländer verteilt. Nordrhein-Westfalen nimmt nach dem Königsteiner Schlüssel rund 21,2 Prozent der Flüchtlinge auf. Tatsächlich kommen jedoch deutlich mehr Personen in den Eerstaufnahmeeinrichtigungen (EAE) Nordrhein-Westfalens an. Flüchtlinge, die über die Aufnahmequote hinaus die EAE des Landes aufsuchen, müssen von hier aus in andere Bundesländer weitergeleitet werden.

Verfahren zur Unterbringung von Asylbewerbwern

Quelle der Grafik: Stadt Dortmund

Die Zuweisung der Flüchtlinge erfolgt durch den Bund nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel. Erst Anlaufstelle der Flüchtlinge sind in Deutschland die einzelnen Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder, da der Bund keine eigenen Einrichtungen hat.

Nordrhein-Westfalen verfügt über acht Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE), Stand: 1.9.2017:

  • Bad Berleburg
  • Bielefeld
  • Bonn
  • Essen
  • Köln
  • Mönchengladbach
  • Münster
  • Unna

Nach der Registrierung in den Erstaufnahmeeinrichtungen werden die Asylbewerber vorübergehend in Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) sowie Notunterkünften untergebracht.

Nach einer vorübergehenden und nur wenige Tage dauernden Unterbringung in den EAE sollen die Asylbewerber dann für einige Wochen in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) des Landes versorgt werden, bevor sie den Kommunen zur weiteren Unterbringung zugewiesen werden. In der momentanen Situation müssen die Flüchtlinge jedoch kurzfristiger in die Kommunen weiterverteilt werden, um bei den hohen Zugängen die benötigten Kapazitäten für die neu Ankommenden zu schaffen. Ziel ist es, hier mit dem weiteren Ausbau der Kapazitäten wieder eine Verweildauer von mehreren Wochen in den ZUE des Landes zu erreichen.

 

Faltblatt "Erste Orientierung für Asylsuchende"

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat in einem Faltblatt Informationen zu den Stationen des Asylverfahrens in verschiedenen Sprachen zusammengestellt.

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