Jugend- und Jugendsozialarbeit zur Integration junger Geflüchteter

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Gespeichert von Sabrina Bersheim am 12. April 2017 - 11:21

Förderprogramme zur Integration junger Geflüchteter

Ankommen ermöglichen und Begegnungsräume schaffen

Die Zahl der jungen Geflüchteten, die in Deutschland und Nordrhein-Westfalen Schutz suchen, nimmt seit dem hohen Zulauf in den Jahren 2015 und 2016 stetig ab, jedoch bleibt die Zahl der geflüchteten Menschen, die nun in NRW leben, seitdem auf hohem Niveau.

 

In ihrem Herkunftsland und während der Flucht haben die Schutzsuchenden potentiell traumatisierende Ereignisse erlebt. Für junge Geflüchtete ergeben sich daraus neben den ohnehin bestehenden Spannungsfeldern, welche die Jugendphase mit sich bringt, oftmals besondere Herausforderungen. Sie müssen sich in einem neuen Umfeld zurechtfinden, eine fremde Sprache erlernen, neue Menschen kennenlernen und sich in einer noch unbekannten Kultur wiederfinden und die Fluchterfahrungen verarbeiten. Mit Beginn der Corona-Pandemie kam es erneut zu Abbrüchen vertraut gewordener Strukturen sowie persönlicher Kontakte. Um allen Kindern und Jugendlichen – ob mit oder ohne Fluchterfahrung, ob mit oder ohne Einwanderungsgeschichte – bestmögliche Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen, fördert das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration neben den Angeboten des Kinder- und Jugendförderplans nachfolgende Programme.

Informationen zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen finden Sie hier.

Förderprogramm „Integration junger Geflüchteter in die und durch die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit“

Das Förderprogramm „Integration junger Geflüchteter in die und durch die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit“ hat das Ziel, Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung den Zugang zu Regelangeboten der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit zu eröffnen und sie aktiv daran teilhaben zu lassen. So können Räume der Begegnung von neuankommenden und bereits länger in NRW lebenden jungen Menschen geschaffen werden. Ferner sollen gezielte Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung junger Geflüchteter und die Weiterentwicklung der Angebote der Kinder- und Jugendarbeit zur Integration junger Menschen mit Fluchterfahrung ermöglicht werden.
So wurden seit dem Jahr 2016 hunderte Projekte für und mit jungen Geflüchteten gefördert. Dazu gehören u.a. Projekte in der Offenen und der Kulturellen Kinder- und Jugendarbeit, in der Jugendverbandsarbeit und in der Jugendsozialarbeit. Mit den Projekten konnten seit 2016 bereits zahlreiche junge Menschen erreicht werden.
 
Weiterführende Informationen zu den Angeboten, die im Einzelnen gefördert werden, können den externen Verlinkungen auf der rechten Seite entnommen werden.

Landesprogramm „Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“

Durch das vom MKFFI geförderte Landesprogramm „Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ werden kommunale Jugendämter dabei unterstützt, pädagogische Konzepte zur Arbeit mit jungen Geflüchteten zu erstellen bzw. weiterzuentwickeln. Die öffentlichen Träger der Jugendhilfe schaffen im Kontext des Programms Angebote, die der sozialstrukturellen Teilhabe sowie der Selbst- und Mitbestimmung von Geflüchteten dienen. Die Angebote richten sich auch an junge Menschen ohne Fluchterfahrung. Im Jahr 2021 nehmen über 50 Kommunen am Landesprogramm teil. Die Jugendämter steuern die Maßnahmen in Kooperation mit den Trägern der freien Jugendhilfe.

Schwerpunktmäßig werden Maßnahmen und Angebote gefördert, die jungen Menschen durch Wertedialog und Demokratiebildung Teilhabe und Mitbestimmung ermöglichen. Außerdem soll durch sexualpädagogische Angebote der Weg zu einer selbstbestimmten Sexualität gefördert und durch die Weiterentwicklung von Schutzkonzepten ein sicheres Aufwachsen gesichert werden. Zudem werden Qualifizierungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Bereich Flucht und Migration gefördert.

Die Informationsbroschüre „Wertvolle Arbeit mit jungen Geflüchteten“ des Landesprogramms ist hier einsehbar.

Förderprogramm „Do it NRW! Ehrenamtliche Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“

Mit dem Förderprogramm „Do it NRW!“ soll die systematische Gewinnung, Qualifizierung und Begleitung ehrenamtlicher Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge an neuen Standorten in NRW etabliert werden.
 
Das Projekt basiert auf vier Bausteinen: Gewinnung von Ehrenamtlichen, Qualifizierung, Begleitung der ehrenamtlichen Vormünder_innen sowie Übergangsmanagement. So ermöglicht das Projekt, auch durch die Begleitung und den damit verbundenen stetigen Austausch der Teilnehmenden untereinander, eine kostenneutrale bestmögliche Unterstützung der unbegleiteten Minderjährigen sowie eine Hilfestellung über die Volljährigkeit hinaus, indem auch die Übergänge in ein eigenständiges Leben und ggf. andere Hilfesysteme begleitet werden.

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