Frühe Hilfen

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Gespeichert von chefredakteur am 6. November 2014 - 16:29

Frühe Hilfen - Frühzeitige Unterstützung für (werdende) Eltern und Kleinkinder

Die Landeskoordinierungsstelle NRW begleitet und koordiniert im Rahmen der Bundestiftung Frühe Hilfen vielfältige Angebote und die fachliche Vernetzung.

Die ersten Lebensjahre sind von herausragender Bedeutung für die weitere Entwicklung eines Kindes. In dieser Phase leisten Frühe Hilfen einen wichtigen Beitrag.

 

In allen Jugendamtsbezirken in Nordrhein-Westfalen haben sich interdisziplinäre und multiprofessionelle Netzwerke Frühe Hilfen gebildet,  die an den Bedarfen und Lebenslagen der Familien orientiert Angebote und Zugänge zu Unterstützungsleistungen in den Städten und Gemeinden entwickeln. Durch das Zusammenwirken verschiedener Fachrichtungen und Berufsgruppen in den Netzwerken werden die Angebote der Frühen Hilfen koordiniert und umgesetzt. Eltern können dann auf verschiedene freiwillige Beratungs-, Unterstützungs- und Lotsenangebote zugreifen.  Dazu gehören z.B. Willkommensbesuche für Neugeborene, gesundheitsorientierte Familienbegleitung, Familienpatenprojekte, Lotsendienste in Geburtsklinken, Elternkompetenzkurse, Elterncafés, Familienbüros und vieles mehr. So werden Eltern bei der Wahrnehmung ihrer elterlichen Versorgungs- und Erziehungskompetenz unterstützt. Seit 2018 werden die Frühen Hilfen dauerhaft aus den Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen gefördert. Der Bund sichert somit nachhaltig vergleichbare und qualitätsgesicherte Unterstützungs- und Netzwerkstrukturen im Bereich der Frühen Hilfen. Rechtliche Grundlage für den bundesweiten Ausbau der Frühen Hilfen und dessen Finanzierung ist das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG).

Mehr Infos über die Frühen Hilfen finden Sie in diesem Video der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA).

In Nordrhein-Westfalen stellen die Frühen Hilfen zudem den ersten Baustein in der Kommunalen Präventionskette zur frühzeitigen Unterstützung von Familien mit Kindern dar.

Aktuell: Corona-Aufhol-Paket der Bundesregierung: mehr Mittel u.a. für Frühe Hilfen in 2021 und 2022

Im Juli 2021 wurde das "Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche für die Jahre 2021 und 2022" des Bundes aufgesetzt. In verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe werden damit Fördermittel bereit gestellt – so wurden beispielsweise die Mittel des Fonds Bundesstiftung Frühe Hilfen für die Jahre 2021 und 2022 erhöht.  Die Mittel sollen helfen, im Rahmen der Frühen Hilfen pandemiebedingte Belastungen und Einschränkungen sowie ihre Folgen zu reduzieren bzw. zu kompensieren oder die Beziehungs- und Kontaktpflege sowie den Austausch von (werdenden) Familien zu fördern. Für Maßnahmen der Frühen Hilfen in NRW stehen 2021 zusätzlich rund 3 Mio. € und in 2022 zusätzlich rund 7 Mio. € zur Verfügung. Es handelt sich um eine für die beiden Jahren befristete Mittelerhöhung. Förderberechtigt sind Kommunen mit einem eigenen Jugendamt. Die Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen ist für die Abwicklung und Beratung zum Förderverfahren zuständig. Um die Mittel für die Familien noch in diesem Jahr einzusetzen, wurde im Juli ein kurzfristiges Förderverfahren eingeleitet. Seit Juli 2021 können die förderberechtigten Kommunen Pläne zum Mitteleinsatz einreichen. Viele haben dies getan und bereits einen Bescheid über die zusätzlichen Mittel erhalten. Das Verfahren zur Mittelplanung für das Jahr 2022 startet im November 2021.

Landesgesamtkonzept Frühe Hilfen in NRW

Das Landesgesamtkonzept für die Jahre 2019 bis 2022 löst das Landesgesamtkonzept von 2014 ab. Es enthält neben fachlichen Beschreibungen einen Berichtsteil zur Umsetzung der Frühen Hilfen mit Stand für Jahr 2017 und die Zielbeschreibungen zur Verbesserung der Netzwerke und Angebote der Frühen Hilfen für die Jahre 2019 bis 2022. Erstmalig erscheint damit ein empirischer Überblick über den Ausbaustand der Frühen Hilfen in NRW, der auf Grundlage der kommunalen Verwendungsnachweise erstellt werden konnte. Das Papier dient der Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW zur Planung von Aktivitäten und zur Schwerpunktsetzung für die Weiterentwicklung der Frühen Hilfen in NRW und beschreibt an vielen Stellen anzustrebende Qualitäten. Den Netzwerkkoordinierenden Frühe Hilfen und weiteren Fachkräften in den Frühen Hilfen bietet das Landesgesamtkonzept Frühe Hilfen eine Orientierung zum Selbstverständnis, Ausgangslage und Perspektiven der Weiterentwicklung der Frühen Hilfen in NRW. Das Papier wurde mit Fachkräften in den Frühen Hilfen und dem Landesbeirat NRW in zwei Workshops erarbeitet und ist mit dem BMFSFJ abgestimmt.
 
Es steht hier zum Download bereit und kann im Broschürenservice des MKFFI bestellt werden: https://www.mkffi.nrw/broschuerenservice
 
Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW

Zur fachlichen und förderrechtlichen Begleitung der Frühen Hilfen in Nordrhein-Westfalen ist im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration die Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW eingerichtet worden.

Zur dauerhaften Sicherstellung der Frühen Hilfen hat der Bund einen Fond eingerichtet. Seit 2014 beträgt die bundesweite jährliche Fördersumme 51 Mio. Euro. NRW als bevölkerungsreichstes Bundesland erhält aus dem Fond 10,3 Mio. Euro im Jahr, die an die Kommunen verteilt werden. Förderberechtigt sind die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe.

Wesentliche Aufgaben der Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW sind:

  • Landesweite Qualitätssicherung und -entwicklung in den Frühen Hilfe

  • Fachliche Beratung und Begleitung der Kommunen

  • Abwicklung des Förderverfahrens in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Frühe Hilfen

  • Mittelnachweis und Berichtswesen auf Landes- und Bundesebene

  • Koordinierung der Zusammenarbeit im Bereich der Frühen Hilfen auf Landesebene und die Sicherung des landesweiten und länderübergreifenden Austausches

  • Unterstützung der Evaluation des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH)

  • Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen

Die Begleitung der Kommunen wird durch Fachberatungen bei den Landesjugendämtern Rheinland und Westfalen-Lippe unterstützt.

Landesjugendamt Westfalen-Lippe:
Dr. Silke Karsunky

Tel.: 0251-591-3389
Mail: Silke.Karsunky@lwl.org
www.lwl.org

Landesjugendamt Rheinland:
Annette Berger 

Tel.: 0221-809-6268,
Mail: Annette.Berger@lvr.de
www.lvr.de

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