Unterhaltsvorschuss

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Gespeichert von chefredakteur am 31. Oktober 2014 - 9:37
Junge Familie mit Umzugskartons in Wohnung

Der Unterhaltsvorschuss

Werden Unterhaltszahlungen für Kinder nicht geleistet, bietet der Unterhaltsvorschuss Unterstützung

Alleinerziehende haben bei der Erziehung ihrer Kinder meist erschwerte Bedingungen. Erhält das Kind vom anderen Elternteil keinen Unterhalt oder wird dieser nicht zuverlässig gezahlt, verschärft sich die Situation noch mehr. Der Unterhaltsvorschuss soll diese besondere Lebenssituation erleichtern.

 

Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben Kinder von Alleinerziehenden, die vom anderen Elternteil keinen oder einen zu geringen Unterhalt erhalten. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, muss den Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen. Die Höhe des Unterhaltvorschusses orientiert sich am gesetzlichen Mindestunterhalt und beträgt nach Abzug des Erstkindergeldes für Kinder unter sechs Jahre 150 € und für Kinder unter zwölf Jahre 201 €. Die Unterhaltsvorschusskasse bemüht sich in der Folge, den Unterhaltsvorschuss von dem Unterhaltsverpflichteten zurückzuerhalten.

Seit dem 1. Juli 2017 haben auch Kinder im Alter von zwölf bis 17 Jahren Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. Für sie gilt die zusätzliche Voraussetzung, dass das Kind selbst nicht auf Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen ist oder dass der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug mit Ausnahme des Kindergeldes über eigene Einkünfte von mindestens 600 Euro brutto monatlich verfügt. Liegt eine dieser Voraussetzungen vor, kann das Kind Unterhaltsvorschuss in Höhe von 268 Euro erhalten. Erwerbseinkommen des Kindes wird jedoch unter Umständen angerechnet.

 

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