Minister Joachim Stamp
04.05.2022

Familienminister Stamp: Queeres Leben ist in Nordrhein-Westfalen gelebte Realität

Zweiter Umsetzungsbericht zum Aktionsplan „Impulse 2020 – für queeres Leben in NRW“ vorgelegt

Ziel der Landesregierung ist es, die Gleichberechtigung aller im Land lebenden Menschen weiter zu verbessern. Dazu gehört auch, die gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*-, Inter*- und queeren Menschen (LSBTIQ*) zu verwirklichen und nachhaltig zu stärken. Der Aktionsplan „Impulse 2020 – für queeres Leben in NRW“ listet alle Maßnahmen auf, die sich die Landesregierung zu diesem Zweck vorgenommen hat oder die sie weiterführen will. Teil des Aktionsplans ist ein jährlicher Bericht, der das Engagement für LSBTIQ* im Detail vorstellt. Im nun vorgelegten zweiten Umsetzungsbericht wird deutlich: Nordrhein-Westfalen hat sein Engagement seit Übernahme der Regierungsverantwortung 2017 erfolgreich ausgeweitet.

„Nordrhein-Westfalen ist ein weltoffenes Land. Unsere gesellschaftliche Vielfalt macht uns stark. Der Bericht zeigt deutlich: Queeres Leben ist in Nordrhein-Westfalen gelebte Realität. Wir werden uns auch in Zukunft für die gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung aller in Nordrhein-Westfalen lebenden Menschen einsetzen. Unser Ziel ist, dass jeder in unserem Land diskriminierungsfrei leben kann. Dafür machen wir uns stark“, erklärte Familienminister Joachim Stamp.

Mit insgesamt 155 Maßnahmen, von denen bis zum Stichtag am 31. Dezember 2021 fast 90 Prozent bereits umgesetzt wurden oder die fortlaufen, engagieren sich alle nordrhein-westfälischen Ministerien für die Gleichbehandlung und Rechte von LSBTIQ*. Die finanziellen Leistungen wurden in dieser Legislaturperiode bisher ressortübergreifend auf insgesamt rund 5,1 Millionen Euro im Vergleich zu 2017 verdoppelt.
Zu den Aktivitäten der Landesregierung gehören auch eine Vielzahl neuer Maßnahmen, wie die Online-Fachtagung „Verschwörungstheorien und Queerfeindlichkeit: Ursachen. Gefahren und Gegenstrategien“, das Projekt „Trauma-Ambulanz für Geflüchtete“, bei dem erstmalig eine spezielle Beratung für LSBTIQ*-Geflüchtete in Köln gefördert wurde oder auch das Kooperationsprojekt der LAG Lesben in NRW und dem Verein Wirtschaftsweiber, das sich mit dem Thema Diversity Management in kleinen und mittleren Unternehmen befasst. Zusätzlich hat die Landesregierung eine Reihe von Aktivitäten im Rahmen der historischen Aufarbeitung rund um den Paragrafen 175 StGB und anderer Schicksale von LSBTIQ*-Menschen realisiert und der Öffentlichkeit präsentiert.

Weiterhin verstärkt die Landesregierung ihr Engagement abseits großer Ballungsgebiete. In diesem Jahr startet untere anderem zusammen mit dem Bochumer Verein Rosa Strippe ein Pilotprojekt in Paderborn, Hamm und dem Umland zur Konzeption und Implementierung von LSBTIQ*-Strukturen im ländlich geprägten Raum. Ziel des Projekts ist es, einen Handlungsleitfaden und Qualitätsstandards für die Strukturentwicklung und den Aufbau psychosozialer Beratung für LSBTIQ* zu erarbeiten und umzusetzen.

An der Erstellung des zweiten Berichts waren die nordrhein-westfälischen LSBTIQ*-Selbstorganisationen ebenso wie alle Ressorts der Landesregierung beteiligt. Das Dokument ist hier abrufbar.