Satoru Tamura erhält den International Light Art Award 2017

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Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf beim International Light Art Award mit dem Sieger Satoru Tamura (m.) sowie Dr. Jochen Stemplewski (Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Internationale Lichtkunst e.V., l.) und Werner Kolter (Bürgermeister Unna, r.)
24. April 2017

Satoru Tamura erhält den International Light Art Award 2017

Am 21. April vergab das Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna den International Light Award an Satoru Tamura. Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf lobte die drei Finalistinnen und Finalisten für ihre Auseinandersetzung mit Fragen zum Umgang mit Energie und ihrer Bedeutung für unser tägliches Leben und Überleben.

 

Der International Light Award wurde 2017 zum zweiten Mal vergeben. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete "The Future of Light Art". Neue Technologien, Energienutzung und Nachhaltigkeit spielten eine wichtige Rolle bei der Wettbewerbsauswahl. Satoru Tamura hat mit "Point of Contact for Unna" gewonnen. Die Installation zeigt einen übergroßen elektrischen Schalter, in dem Messingstangen Funken erzeugen, die eine Säule aus Glühlampen zum Leuchten bringen. Satoru Tamura ist ein Multimedia-Künstler der Skulpturen, kinetische Kunst, Videoarbeiten und Installationen mit Elektrizität und Licht kreiert. Er erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Nominiert waren, neben dem Sieger Satoru Tamura, Tilman Küntzel und das Künstlerduo Vroegop / Schoonveld. Tilman Küntzels Arbeit "Audiovisuelle Rauminszenierung mit Lüster" zeigt einen Kronleuchter, der, wie von der Decke gefallen, im Raum liegt. "Echo, turning the light around" der Künstlergruppe Vroegop / Schoonveld besteht aus 200 rotierenden, schwarz-weiß karierten Lampen, die ein Unendlichkeitszeichen bilden.

Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf lobte alle drei Arbeiten für ihre Auseinandersetzung mit Fragen nach unserem Umgang mit Energie, ihren Quellen und ihrer Bedeutung für unser tägliches Leben und Überleben. Er betonte die Aktualität von Lichtkunst: "Man könnte eine derart energieabhängige Kunst für überholt halten. Ich denke aber, sie ist im Gegenteil eingängiges Sinnbild für unsere gegenwärtige Zivilisation, die über nachhaltige Strategien nachdenken muss, damit nicht irgendwann im wahrsten Sinne, die Lampen ausgehen."

Der International Light Award und die begleitende Ausstellung in Unna will einer jungen Generation von Lichtkünstlerinnen und -künstlern eine Plattform bieten. Lichtkunstinstallationen benötigen spezifische Räume, die den Arbeiten und ihren angestrebten Effekten gerecht werden. Häufig ist es jungen Künstlerinnen und Künstlern deshalb nicht möglich, ihre Ideen zu realisieren. Sie sind gezwungen, ihre Projekte lediglich als Modelle zu präsentieren.

Der zweite International Light Award wurde als offener Wettbewerb ausgeschrieben. Knapp 300 Bewerberinnen und Bewerber aus über 40 Ländern reichten ihre Ideen ein. Die Jury unter Vorsitz des Lichtkünstlers Keith Sonnier wählten die drei Modelle von Satoru Tamura, dem Künstlerduo Vroegop / Schoonveld und Tilman Küntzel ins Finale. Sie erhielten einen Produktionsetat von bis zu 10.000 Euro zur Realisierung der eingereichten Konzepte. Für vier Monate werden die Kunstwerke in den Tonnengewölben des Museums ausgestellt, danach gehen sie in den Besitz der Künstler und der Künstlerin über.

Die Sammlung des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna in der ehemaligen Lindenbrauerei wurde 2001 eröffnet und ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich auf die Präsentation von Lichtkunst konzentriert. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert regelmäßig Ausstellungen im Zentrum für Internationale Lichtkunst.

Weitere Informationen zum Award finden Sie hier.

Mehr zum Zentrum für Internationale Lichtkunst gibt es hier.

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