Minister Joachim Stamp: "Flüchtlingsthematik wird eines der Megathemen der Zukunft"

Bild des Benutzers Sabrina Bersheim
Gespeichert von Sabrina Bersheim am 2. August 2017 - 16:45
25. Juli 2017

Minister Joachim Stamp: "Flüchtlingsthematik wird eines der Megathemen der Zukunft"

Flüchtlings- und Integrationsminister Joachim Stamp hat im Interview mit der Welt (Ausgabe vom 25. Juli 2017) eine Systematisierung der Flüchtlingspolitik gefordert. „Wir wollen über Initiativen im Bundesrat eigene Impulse setzen. Wir müssen klarere Strukturen bekommen.“

 

Diejenigen, die gut integriert seien, müssten bleiben dürfen. Die anderen, die ausreisepflichtig seien und sich der Integration verweigerten, müssten konsequenter abgeschoben werden, sagte der Minister.

Grundsätzlich müsse man die neu Hinzugekommenen aber auch stärker an die Hand nehmen: „Ich bin überzeugt, dass man am Anfang deutlich mehr einfordern, auch zu bestimmten Integrationsleistungen geradezu zwingen muss. Nur so besteht für alle später die Chance, selbstbestimmte freie Mitbürger in unserer Gesellschaft zu werden.“ Die neue Landesregierung wolle in dem Zusammenhang zum Beispiel die Schulpflicht für Flüchtlinge bis zum 25. Lebensjahr ausdehnen.

Der Minister erklärte, dass die Flüchtlingsthematik eines der „Megathemen“ der Zukunft sein werde. „Wenn nicht in Kürze etwas zur Entlastung in Griechenland und Italien passiert, laufen wir Gefahr, dass erneut Hunderttausende von Flüchtlingen kommen werden.“ Minister Stamp forderte, dass die Europäische Union deswegen den Marshallplan für Afrika ganz oben auf die Prioritätenliste setze.

Im Gespräch wies der Integrations- und Flüchtlingsminister darauf hin, dass die Verfahren für Flüchtlinge in der Vergangenheit in NRW zu unsystematisch gelaufen seien. Ziel müsse es sein, die Verfahren zu straffen. „Wir müssen zu schnelleren Entscheidungen kommen, damit es bei denen, die zurückmüssen, nicht zur Teilintegration kommt und die Menschen dann wieder aus ihrem Lebensumfeld gerissen werden.“

Zusammen mit anderen Bundesländern wolle man Druck auf den Bundesrat aufbauen, um ein Einwanderungsgesetz zu realisieren, sagte Stamp Gleichzeitig wolle er nichts unversucht lassen, die Maghreb-Staaten zur Rücknahme straffälliger Nordafrikaner zu bewegen.

Das gesamte Interview können Sie hier nachlesen.

Pressemitteilungen

zum Thema

Weitere Informationen

zum Thema

Navigation

Ministerium

Kontakt

Informationen

KEINE ERGEBNISSE

Informationen

Downloads

KEINE ERGEBNISSE

Externe

Links

Weitere

Informationen