"Klare Priorität für Kinder, Familien und Bildungsgerechtigkeit"

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5. April 2017

"Klare Priorität für Kinder, Familien und Bildungsgerechtigkeit"

Familienministerin Christina Kampmann hat am 5. April im Düsseldorfer Landtag unterstrichen, wie wichtig eine gute Finanzierung der frühkindlichen Bildung in Nordrhein-Westfalen ist. "Wir als Landesregierung setzen eine ganz klare Priorität für Kinder, Familien und vor allem beim Thema Bildungsgerechtigkeit." Deswegen habe man seit 2010 die Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung kontinuierlich und zielgerichtet verbessert und zusätzliche finanzielle Mittel für die Verbesserungen im System zur Verfügung gestellt.

 

Die finanzielle Förderung der Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt im Wesentlichen auf der Grundlage von sogenannten Kindpauschalen, die durch Landes-, Kommunal- und Trägeranteile sowie Elternbeiträge finanziert werden. Die Höhe der Kindpauschale richtet sich nach dem Alter des Kindes und der wöchentlichen Betreuungszeit. Der Betrag wurde bis 2016 jährlich um 1,5 Prozent angehoben. "Wir sind uns alle einig, dass die 1,5-prozentige Dynamisierung der Kindpauschalen nicht ausreichend ist", erklärte Ministerin Kampmann. Die Landesregierung habe aus diesem Grund im August 2016 die jährliche Dynamisierung befristet bis zum Kindergartenjahr 2018/2019 auf drei Prozent angehoben.

In der Debatte lehnten die regierungstragenden Parteien einen Antrag der Opposition ab, mit dem eine umgehende Erhöhung der Kindpauschalen von insgesamt zwei auf knapp vier Milliarden Euro gefordert wurde. Der 2010 begonnene Überarbeitungs- und Veränderungsprozess des Kinderbildungsgesetzes wird fortgeführt. Die Landesregierung arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung des Finanzierungssystems der Kindertagesbetreuung. Ziel ist es, die Kindertagesbetreuung mit einem neuen Gesamtkonzept finanziell auf eine sichere finanzielle Basis zu stellen und in Nordrhein-Westfalen langfristig ein bedarfsgerechtes und qualitativ gutes Betreuungsangebot zu gewährleisten. Ministerin Kampmann erklärte, dass man an einem neuen Kita-Gesetz arbeite. Auf dem bisher erreichten wolle sich die Landesregierung nicht ausruhen.

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