Kinder- und Jugendformate erhalten Grimme-Preis

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Grimme-Direktorin Frauke Gerlach (l.) und Grimme-Preis-Referentin Lucia Eskes (r.) begrüßten einige Preisträgerinnen und Preisträger bei der Pressekonferenz in Essen.
8. März 2017

Kinder- und Jugendformate erhalten Grimme-Preis

Die Gewinnerinnen und Gewinner des 53. Grimme-Preises 2017 stehen fest. In der vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Wettbewerbskategorie "Kinder & Jugend" werden die Produktionen "Wishlist" (RB/MDR/funk), "Nordstadtkinder – Lutwi" (WDR) und "Der Mond und ich" (ZDF) ausgezeichnet. Diese Entscheidung gab das Grimme-Institut am 8. März in Essen bekannt.

 

Mit "Wishlist" (RB/MDR/funk) wird ein Format des erst im Oktober vergangenen Jahres gestarteten Jugend-NetContent-Netzwerks von ARD und ZDF (funk) ausgezeichnet. Über eine Trophäe können sich die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher Marc Schießer (Buch/Regie/Produktion), Marcel Becker-Neu (Buch/Produktion) und Christina Ann Zalamea (Buch/Produktion) freuen. Grimme-Preise gehen außerdem an die Macher von "Nordstadtkinder – Lutwi" (WDR), Jürgen Brügger (Buch/Regie), Jörg Haaßengier (Buch/Regie) sowie an Emanuela Penev (Redaktion) für "Nordstadtkinder – Lutwi" (WDR). Der jüngste Preisträger in der Geschichte des Grimme-Preises wird für seine darstellerische Leistung in "Der Mond und ich" (ZDF) ausgezeichnet: Vincent Hagn ist gerade einmal acht Jahre alt. Weitere Preise für diese Produktion gehen an Nancy Biniadaki (Buch/Regie) und Christoph Zitterbart (Produktion).

Kulturministerin Christina Kampmann gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern: "Ich freue mich, dass diese tollen Leistungen im Kinder- und Jugendfernsehen von der Grimme-Jury gewürdigt werden. Das zeigt: Qualität setzt sich durch. Dies wird auch beim Fernsehen für die junge Zielgruppe immer wichtiger. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinnerinnen und Gewinner."


Die Wettbewerbskategorie "Kinder & Jugend" wurde im vergangenen Jahr eingeführt. Schon im zweiten Jahr der Einführung dieser Kategorie hat sich die Zahl der Einreichungen und Vorschläge verdoppelt. Es gab insgesamt 18 Nominierungen, die die Jurys zu bewerten hatten. Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts, erklärte: "Wir sehen dies als sehr positives Signal und fühlen uns bestätigt, dass es ein richtiger Schritt war, diese Kategorie mit Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen zu gründen, und im Gegenzug den Sonderpreis Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen darin aufgehen zu lassen.“ Besonders erfreulich sei, dass die Fernsehsender die junge Zielgruppe der 12- bis 25-Jährigen in den Blick genommen hätten.


Insgesamt werden im Rahmen des 53. Grimme-Preises 14 Formate in vier Wettbewerbskategorien ausgezeichnet. Eine Übersicht finden Sie hier. Neben "Kinder & Jugend" sind das "Information & Kultur", "Fiktion" und "Unterhaltung". Zu den insgesamt 44 Preisträgerinnen und Preisträgern zählen in diesem Jahr unter anderem Devid Striesow ("Das weiße Kaninchen", SWR), Jan Böhmermann ("Neo Magazin Royale": "#verafake" und „Einspielerschleife“, ZDF/ZDFneo), Oliver Polak ("Applaus und Raus!", ProSieben), Anna Maria Mühe ("Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter – Heute ist nicht alle Tage", SWR/ARD Degeto/MDR) sowie Carl Gierstorfer und Antje Boehmert ("Ebola – Das Virus überleben", SWR/ARTE).


Der Grimme-Preis gilt als renommiertester Fernsehpreis Deutschlands. Der Fernsehpreis des Deutschen Volkshochschul-Verbands wird am 31. März vom Grimme-Institut im Theater der Stadt Marl verliehen. Durch die Verleihung führt Jörg Thadeusz. Musikalisch begleitet wird der Abend von Klaus Doldinger mit Passport.

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