Integrationsministerin Josefine Paul und Staatssekretär Andreas Bahr mit den MItarbeiter*innen des Kommunalen Integrationszentrums Dortmund
14.07.2022

Integrationsministerin Josefine Paul und Staatssekretär Lorenz Bahr besuchen Partner der Integration in Dortmund

Kommunale Integrationszentren und Migrant*innenselbstorganisationen spielen zentrale Rolle für gelungene Integration

Rund ein Drittel der Menschen in Nordrhein-Westfalen hat eine Einwanderungsgeschichte. Diese Vielfalt ist eine Bereicherung für unser Bundesland und macht uns stark. Bundesweit ist Nordrhein-Westfalen ein Vorbild für gelungene Integration. Wichtige Partner dabei sind die Kommunalen Integrationszentren und die Migrant*innenselbstorganisationen.
 
Integrationsministerin Josefine Paul und Staatssekretär Lorenz Bahr haben am Donnerstag, 14. Juli 2022, in Dortmund mit dem Kommunalen Integrationszentrum und den beiden Migrant*innenselbstorganisationen Train of Hope sowie dem Verbund sozialer kultureller Migrantenvereine in Dortmund (VMDO) drei dieser Partner besucht und sich vor Ort mit den Mitarbeiter*innen ausgetauscht.
 
„Die Kommunalen Integrationszentren und die Migrant*innenselbstorganisationen leisten hervorragende Arbeit vor Ort. Sie spielen eine zentrale Rolle für gelungene Integration und sind meist erster Anlaufpunkt, wenn zugewanderte Menschen Fragen haben oder Unterstützung benötigen. Das ehrenamtliche Engagement in den Migrant*innenselbstorganisationen hat mich besonders beeindruckt. Den zahlreichen Freiwilligen und Aktiven gilt mein Dank und Respekt“, sagte Ministerin Paul.  
 
„Integration findet vor Ort in der Kommune statt. Wie gut diese Arbeit gelingt, haben wir bei unserem Besuch in Dortmund eindrucksvoll erleben können. In den Kommunen werden die Weichen für Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen gestellt, egal welcher Herkunft oder Einwanderungsgeschichte“, sagte Staatssekretär Bahr.
 
Das Kommunale Integrationszentrum Dortmund ist eines der insgesamt 54 Kommunalen Integrationszentren in Nordrhein-Westfalen und bereits 2013 eingerichtet worden. Ein Schwerpunkt ist die frühe Ansprache zugewanderter Eltern. Das KI hat unter anderem das Programm „GriffbereitMini“ entwickelt, ein Angebot für Eltern und Kinder im ersten Lebensjahr. 
 
Die Kommunalen Integrationszentren sind bundesweit einzigartig. Sie bieten Angebote für Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte, die die Bildungschancen verbessern sollen. Gleichzeitig koordinieren sie die Aktivitäten und Angebote der Kommunen und freien Träger zur Integration und für ein besseres Zusammenleben in Vielfalt. Im Rahmen des Landesprogramms KOMM-AN NRW unterstützen sie außerdem Bürger*innen, die sich vor Ort um Geflüchtete kümmern. 
 
In Migrant*innenselbstorganisationen engagieren sich Menschen mit Einwanderungsgeschichte für die Gesellschaft, zumeist ehrenamtlich. Train of Hope und VMDO zählen zu den besonders breit aufgestellten Organisationen, die Zugewanderte mit einer Vielzahl von Projekten unterstützen und begleiten. Beispiele sind Angebote im Bereich Demokratieförderung, Rassismus-Bekämpfung und -Aufklärung sowie für LSBTIQ*-Geflüchtete. Die niedrigschwelligen und flexiblen Angebote der Migrant*innenselbstorganisationen leisten wichtige Beiträge gerade dort, wo staatliche und institutionelle Systeme die Menschen weniger gut erreichen.