Integrationsminister Stamp: „Ausbildung ist die beste Form der Integration“

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Gespeichert von Sabrina Bersheim am 1. September 2017 - 10:27
30. August 2017

Integrationsminister Stamp: „Ausbildung ist die beste Form der Integration“

Im Interview mit WDR 5 Westblick (30. August 2017) sprach Integrationsminister Joachim Stamp über unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die Notwendigkeit eines Einwanderungsgesetzes und Integration durch Arbeit.

 

Stamp bekräftige die Notwendigkeit  eines Einwanderungsgesetzes. So lange noch kein entsprechendes Gesetz auf Bundesebene beschlossen sei, müsse zudem dringend über eine Einwanderungsklausel gesprochen werden. Es sei wichtig, zwischen den unterschiedlichen Gruppen von Menschen, die nach Deutschland kommen zu differenzieren, so der Integrationsminister. Das Asylrecht solle nur für diejenigen gelten, die individuell politisch verfolgt seien. Für die vielen Kriegsflüchtlinge benötige man hingegen einen eigenen Status, einen vorübergehenden humanitären Schutz.

Mit einem Einwanderungsgesetz sollte sich Deutschland schließlich, so wie jedes andere Einwanderungsland auch, die Menschen aussuchen können, die dauerhaft bleiben. Das gelte natürlich auch für diejenigen, die als Kriegsflüchtlinge gekommen seien, so Stamp. Menschen, die vom ersten Tag an versucht hätten, sich hier zu integrieren und die arbeiteten, dürften nicht abgeschoben werden, sagte der Minister: „Das ist sowohl humanitär falsch, als auch volkswirtschaftlich dumm.“

Auf die Probleme mit minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge angesprochen sagte Stamp: „An der ein und anderen Stelle müssen wir auch Minderjährige zurückführen; das ist ein sehr hartes und sehr schwieriges Thema, dem wir uns aber auch nicht entziehen können.“ In der überwiegenden Zahl der Fälle gehe es aber um die große Herausforderung, sie zu integrieren, ihnen schnell Ausbildung zu verschaffen und sie gut zu beschulen, sagte der Integrationsminister. Hier wolle man auch für die über 18-Jährigen die Schulpflicht erweitern, um sie auf eine Ausbildung vorzubereiten.

Arbeit und Ausbildung seien grundsätzlich die beste Form der Integration, sagte Stamp. Hier werde von den Kammern und Betrieben schon hervorragende Arbeit geleistet. Entsprechend gelte es sicherzustellen, dass die Flüchtlinge in Ausbildung auch für die gesamte Zeit ihrer Ausbildung und die beiden anschließenden Jahre einen sicheren Aufenthaltsstatus erhalten.

Integrationsminister Stamp sprach weiterhin über Möglichkeiten des Familiennachzugs, die Wohnsitzauflage und das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge.  

Das gesamte Interview können Sie hier anhören.

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