Haushaltsdebatte: "Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft"

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Gespeichert von Henning Severin am 2. Dezember 2016 - 15:20
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1. Dezember 2016

Haushaltsdebatte: "Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft"

Familienministerin Christina Kampmann hat in der Haushaltsdebatte am 1. Dezember im Düsseldorfer Landtag die Bedeutung von Investitionen für Kinder, Jugendliche und Familien unterstrichen. "Mit jedem einzelnen Cent investieren wir in die Zukunft unserer Gesellschaft." Im aktuellen Haushaltsentwurf sind mehr als 3,8 Milliarden Euro eingeplant. Das entspricht einer Steigerung um mehr als zwei Milliarden Euro im Vergleich zu 2010.

 

Die Landesregierung wisse, "dass die Grundlagen für Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft in den Kinder- und Jugendjahren und damit auch in den Familien insgesamt gelegt werden", erklärte Ministerin Kampmann. "Dabei ist keine Investition so lohnend wie die Investition in die frühe Bildung. Frühe Bildung ist ein starker Motor für Chancengerechtigkeit in unserem Land." Auch in Zukunft wolle die Landesregierung die Kommunen und Träger weiter beim Ausbau der U3-Betreuung unterstützen. Hierbei flössen die Mittel aus dem Betreuungsgeld vollständig in die Kitas. 2017 seien das 168 Million Euro, bis 2018 insgesamt rund 430 Millionen Euro.
 
In ihrer Rede erklärte Ministerin Kampmann darüber hinaus, dass es weiterer Verbesserungen im Ü3-Bereich bedürfe. Deswegen sei das Familienministerium gerade in Gesprächen mit Beteiligten zur Erarbeitung von Eckpunkten eines neuen Gesetzes. "Wir wissen: Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für individuelle Förderung. Und wir wissen auch, dass das jetzige Kinderbildungsgesetz diese Rahmenbedingungen nicht bietet", erklärte die Ministerin. Es sei Ziel, eine neue und bessere Qualität in der Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen zu gewährleisten.
 
Ministerin Kampmann versprach, dass es in der Jugendpolitik und in der Jugendarbeit keine Kürzungen geben werde. Denn man wisse, wer in diese Lücke stoße, sagte sie mit Blick auf populistische Gruppen und Parteien.
 
In ihrer Rede lobte die Ministerin ausdrücklich die sogenannten Brückenprojekte für Flüchtlingskinder. Dabei handelt es sich um frühpädagogische Angebote für Kinder und Familien mit Fluchterfahrung, die einen Einstieg in das deutsche Bildungssystem ermöglichen sollen. "Die Brückenprojekte sind ein Erfolgsmodell. Deshalb investieren wir hier weiter." Die Landesregierung habe die Mittel auf rund 30 Millionen Euro erhöht. "Auch die regierungstragenden Parteien werden da noch mal etwas drauflegen." In den Brückenprojekten werden aktuell knapp 10.000 Kinder betreut. Sie seien besonders wichtig. "Wenn wir Integration von Anfang an gewährleisten wollen, dann kann es an dieser Stelle keinen besseren Weg geben."
 

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