Grundlagen der Förderung

Bild des Benutzers chefredakteur
Gespeichert von chefredakteur am 18. November 2014 - 14:35
Eine Gruppe Jugendlicher sitzt auf einer Treppe und unterhält sich

Grundlagen der Förderung durch den Kinder- und Jugendförderplan 2013–2017

Gute Voraussetzungen für ein gelingendes Aufwachsen junger Menschen schaffen

Dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes Nordrhein-Westfalen 2013–2017 liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Bildung an Lernorten außerhalb von Schule an Bedeutung gewinnt. Diese werden wichtiger für das Erlernen und Einüben der Kompetenzen, die zukünftig wesentliche Voraussetzungen für die Integration in Arbeit und Gesellschaft sind.

 

Wesentliche Elemente, die zur Lebensbildung und zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen beitragen, sind:

  • soziale, interkulturelle und Genderkompetenzen,
  • kulturelle und politische Bildung,
  • Medienkompetenz,
  • die Befähigung zur Teilhabe an und Gestaltung der Gesellschaft
  • sowie der Gedanke der Inklusion.


Sie bilden die Grundlage für unsere demokratische Gesellschaft und deren Weiterentwicklung. Dieser Kinder- und Jugendförderplan will mit Beschluss vom 4. Juni 2013 dazu beitragen, dass alle Kinder und Jugendliche gleiche Chancen erhalten und Benachteiligungen und Risiken präventiv begegnet werden.

Lernorte der Lebensbildung schaffen 


Es ist die Aufgabe der öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit, diese Lernorte der Lebensbildung zu schaffen und attraktiv sowie sachgerecht auszustatten. Das Land hat nach § 82 des Sozialgesetzbuches Teil VIII (SGB VIII) die Aufgabe, die Tätigkeit der Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe und die Weiterentwicklung der Jugendhilfe anzuregen und zu fördern. Dementsprechend sind Vielfalt und Pluralität zentrale Grundprinzipien der Landesförderung.

Der Kinder- und Jugendförderplan ist das Instrument des Landes zur Erfüllung seiner Aufgaben auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendarbeit


Die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes ist eine Aufgabe von Kommunen und Land. Die Landesförderung bezieht sich dabei zum einen auf die Förderung landesweiter Träger und Zusammenschlüsse, sowie zum anderen auf die Unterstützung lokal bezogener Projekte und Ansätze.

Ziele des Kinder- und Jugendförderplans


Mit dem Kinder- und Jugendförderplan sollen folgende Zielstellungen erreicht werden:

  1. Die Infrastruktur der Kinder- und Jugendarbeit wird mit den hierfür vorgesehenen Fördermitteln gesichert. Das Land trägt damit dazu bei, dass in der Breite der Handlungsfelder der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes fachpolitische Weiterentwicklungen erfolgen und umgesetzt werden können.

     
  2. Das Land setzt insbesondere in den Bereichen Schwerpunkte, die von besonderer Bedeutung für ein gelingendes Aufwachsen junger Menschen sind:
    • Prävention von Benachteiligungslagen und Risiken des Aufwachsens,
    • Förderung der kulturellen Bildung junger Menschen,
    • Unterstützung sozial benachteiligter Jugendlicher,
    • Stärkung der gesellschaftlichen und politischen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen,
    • Förderung der Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund,
    • Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schulen und anderen Bildungsträgern,
    • Stärkung der Medienkompetenz junger Menschen,
    • Förderung von Jugendlichen mit Behinderungen

       
  3. Das Land profiliert die Kinder- und Jugendarbeit als ein Politikfeld, das einen eigenständigen Beitrag für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen leistet sowie zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beiträgt. Dies wird erreicht mit den formulierten Schwerpunktsetzungen und mit der Bereitstellung von jährlich 100.225.700 Euro für den Kinder- und Jugendförderplan bis zum Jahr 2017.

    Für das Jahr 2017 wurde der Kinder- und Jugendförderplan um 9 Mio. EUR auf 109.225.700 EUR erhöht.

 Zurück zur Seite Kinder- und Jugendförderplan

Themen

Jugend