Europatag 2017

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9. Mai 2017

Europatag 2017

Der 9. Mai ist der Europatag der Europäischen Union. An ihm werden werden der Frieden und die Einheit in Europa gefeiert. Am 9. Mai 1950 stellte Robert Schuman seinen Plan vor, die Kohle- und Stahlindustrie in Frankreich und Deutschland einer gemeinsamen obersten Behörde zu unterstellen. Der sogenannte Schuman-Plan gilt als Grundstein der heutigen EU.

 

Die Arbeit des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen steht in vielen Bereichen in einem europäischen Kontext.


Die Landeszentrale widmet sich Europa


Die Landeszentrale für politische Bildung NRW beschäftigt sich besonders intensiv mit dem Thema Europa. Anlässlich der letzten Europa-Wahl hat die Landeszentrale für politische Bildung NRW die Webvideo-Serie "Der blaue Stuhl" produziert. In der fünfteiligen Serie kommen junge Menschen zu Wort. Sie äußern sich zu den Themen "Was verbindet Europa?", "Welche Rolle spielt Europa in der Welt?", "Wo ist meine Heimat in Europa?", "Arm und Reich in Europa?" und "Europa zwischen Christentum und Islam?".


Daneben bietet die Landeszentrale Grundschulen den Projekttag "Europa erleben" in Düsseldorf an, bei dem Schülerinnen und Schüler Spannendes über Europa lernen. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, an Schulen Projekttage zum Thema Europa durchzuführen. Das "Europateam NRW", das eigens von der Landeszentrale für politische Bildung NRW ausgebildet worden ist, bietet dabei die Schwerpunkte „Europoly“, „Asyl in Europa – von der Idee zum Gesetz“ und „Festung Europa?“ an. Der Einsatz des Europateams NRW, in dem sich sich junge Menschen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit für Europa engagieren, kann über die Landeszentrale gebucht werden.


Ebenfalls widmen sich mehrere Publikationen der Landeszentrale dem Thema Europa. Aktuell erschienen sind die Bücher "Typisch Europa" und "Benelux“. Das gesamte Publikationsangebot finden Sie im neuen Publikationsverzeichnis.

 

Der Schülerwettbewerb "Begegnung mit Osteuropa" ist seit mittlerweile 64 Jahren eine Plattform zur grenzüberschreitenden Kulturarbeit mit völkerverständigendem Charakter. Die Wettbewerbsbeiträge sollen die historische Vergangenheit der Deutschen in Osteuropa und deren Flucht und Vertreibung thematisieren. Bis heute haben sich rund 3,1 Millionen Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb beteiligt und über eine Million Arbeiten eingereicht. Das Motto im Jahr 2017 lautet "Mein Zuhause – Unser Europa". Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen. Ausdrücklich eingeladen sind Schülerinnen und Schüler osteuropäischer Schulen mit deutschsprachigem Unterricht.

 

Die rund 50 Einrichtungen der politischen Bildung in NRW bieten in ihren Jahresprogrammen zahlreiche Bildungsveranstaltungen und Studienseminare unter anderem zur internationalen Politik und dem europäischen Einigungsprozess an.

Jugendliche rücken näher zusammen


Auch Jugendliche in Nordrhein-Westfalen engagieren sich für die europäische Idee. Mit Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans werden Maßnahmen und Projekte der internationalen Jugendarbeit gefördert, die die europäische Integration vertiefen. Dadurch rücken junge Menschen näher zusammen.

Sport über Landesgrenzen hinweg


Das Sportland NRW freut sich in diesem Jahr auf drei Großereignisse mit europäischem Charakter: Bei den Ruhr Games 2017 werden mehr als 5.000 junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 14 bis 21 Jahren aus ganz Europa in Dortmund, Hagen, Hamm und Unna erwartet. Neben den sportlichen Wettkämpfen steht auch das internationale Jugendcamp im Mittelpunkt, das mehr als 40 Workshops zu Sport, Kultur, Europa, Multimedia sowie Musik & Design bietet. Weitere sportliche Höhepunkte sind der Start der diesjährigen Tour de France in der Landeshauptstadt Düsseldorf am 29. Juni sowie die Eishockey-Weltmeisterschaft, die aktuell in Köln und Paris ausgetragen wird.

Kunst und Kultur im europäischen Kontext


Im Bereich der Kunst- und Kulturförderung ist das Kulturministerium mit Einrichtungen und Künstlerinnen und Künstlern in ganz Europa verbunden. Das gilt für die Bildende Kunst, die Neue und Alte Musik, die Literatur, für Tanz und Theater, Film und Neue Medien. Über gezielte Einzelprojekte hinaus ist die Kunst fast ausschließlich in internationalen Zusammenhängen aktiv.


Die Ruhrtriennale kooperiert als großes international ausgerichtetes Landesfestival in NRW mit 70 Künstlerinnen und Künstlern aus 30 Ländern, insbesondere in Europa. Das internationale Tanz- und Kunstzentrum PACT Zollverein in Essen arbeitet im Rahmen des Labors "Feldstärke" unter anderem mit den Partnerländern Belgien und Frankreich zusammen. Das Angebot lädt Studierende zu mehrtägigen Lern- und Arbeitsgemeinschaften ein. Auch andere kommunale Theater und Orchester und die freien Ensembles und Produktionshäuser, wie der Ringlokschuppen in Mülheim, das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch oder die Musikfabrik NRW aus Köln, sind über zahlreiche Partnerschaften europaweit vernetzt. Ebenso sind die Museen und Ausstellungsprojekte in der globalisierten Welt und in Zeiten der Digitalisierung international verbunden.


Im Bereich Film lobt das Filmfestival Münster jährlich den Europäischen Spielfilmwettbewerb aus. Acht Filme aus ganz Europa gehen ins Rennen um die Auszeichnung für die beste Regiearbeit. Ein zentrales Entscheidungskriterium der internationalen Jury ist, ob die Produktionen dem europäischen Kino neue Impulse verleihen. Ebenfalls Teil des Filmfestivals Münster ist der Wettbewerb "Focus NL", der einen Blick auf die Niederlande wirft.

 

Aber die europäische Kooperation findet nicht nur auf den Bühnen und im Kino statt. Im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks fördert das Kulturministerium das "Straßentheater-Festival neanderland BIENNALE", das unter Leitung des Kulturamts des Kreises Mettmann steht. Das Festival hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit mit den Partnerregionen NRWs in Polen und Frankreich in den Mittelpunkt zu stellen. Vom 23. Juni  bis 23. Juli 2017 finden in zehn Städten des Kreises Mettmann rund 20 Theaterveranstaltungen unter Beteiligung von polnischen und französischen Partnerinnen und Partnern statt.

 

Weitere Informationen rund um das Thema Europa finden Sie auf der Website des Ministeriums für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien. Eine Übersicht der Veranstaltungen in den Mitgliedsländern finden Sie hier.

 

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