Frühe Hilfen

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Submitted by chefredakteur on 6. November 2014
Mutter mit zwei Kindern bei einem Beratungsgespräch

Frühe Hilfen - Frühzeitige Unterstützung für (werdende) Eltern und Kleinkinder

Die Landeskoordinierungsstelle NRW begleitet und koordiniert im Rahmen der Bundestiftung Frühe Hilfen vielfältige Angebote und die fachliche Vernetzung.

Die ersten Lebensjahre sind von herausragender Bedeutung für die weitere Entwicklung eines Kindes. In dieser Phase leisten Frühe Hilfen einen wichtigen Beitrag.

 

In allen Jugendamtsbezirken in Nordrhein-Westfalen haben sich interdisziplinäre und multiprofessionelle Netzwerke Frühe Hilfen gebildet,  die an den Bedarfen und Lebenslagen der Familien orientiert Angebote und Zugänge zu Unterstützungsleistungen in den Städten und Gemeinden entwickeln. Durch das Zusammenwirken verschiedener Fachrichtungen und Berufsgruppen in den Netzwerken werden die Angebote der Frühen Hilfen koordiniert und umgesetzt. Eltern können dann auf verschiedene freiwillige Beratungs-, Unterstützungs- und Lotsenangebote zugreifen.  Dazu gehören z.B. Willkommensbesuche für Neugeborene, gesundheitsorientierte Familienbegleitung, Familienpatenprojekte, Lotsendienste in Geburtsklinken, Elternkompetenzkurse, Elterncafés, Familienbüros und vieles mehr. So werden Eltern bei der Wahrnehmung ihrer elterlichen Versorgungs- und Erziehungskompetenz unterstützt. Seit 2018 werden die Frühen Hilfen dauerhaft aus den Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen gefördert. Der Bund sichert somit nachhaltig vergleichbare und qualitätsgesicherte Unterstützungs- und Netzwerkstrukturen im Bereich der Frühen Hilfen. Rechtliche Grundlage für den bundesweiten Ausbau der Frühen Hilfen und dessen Finanzierung ist das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG).

In Nordrhein-Westfalen stellen die Frühen Hilfen zudem den ersten Baustein in der Kommunalen Präventionskette zur frühzeitigen Unterstützung von Familien mit Kindern dar.
 

Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW

Zur fachlichen und förderrechtlichen Begleitung der Frühen Hilfen in Nordrhein-Westfalen ist im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration die Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW eingerichtet worden.

Zur dauerhaften Sicherstellung der Frühen Hilfen hat der Bund einen Fond eingerichtet. Seit 2014 beträgt die bundesweite jährliche Fördersumme 51 Mio. Euro. NRW als bevölkerungsreichstes Bundesland erhält aus dem Fond 10,3 Mio. Euro im Jahr, die an die Kommunen verteilt werden. Förderberechtigt sind die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe.

Wesentliche Aufgaben der Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW sind:

  • Landesweite Qualitätssicherung und -entwicklung in den Frühen Hilfe

  • Fachliche Beratung und Begleitung der Kommunen

  • Abwicklung des Förderverfahrens in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Frühe Hilfen

  • Mittelnachweis und Berichtswesen auf Landes- und Bundesebene

  • Koordinierung der Zusammenarbeit im Bereich der Frühen Hilfen auf Landesebene und die Sicherung des landesweiten und länderübergreifenden Austausches

  • Unterstützung der Evaluation des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH)

  • Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen

Die Begleitung der Kommunen wird durch Fachberatungen bei den Landesjugendämtern Rheinland und Westfalen-Lippe unterstützt.


Landesjugendamt Westfalen-Lippe:

Dr. Silke Karsunky

Tel.: 0251-591-3389
Mail: Silke.Karsunky@lwl.org

www.lwl.org


Landesjugendamt Rheinland:

Annette Berger 

Tel.: 0221-809-6268,
Mail: Annette.Berger@lvr.de

www.lvr.de

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) unterstützt die Bundesstiftung Frühe Hilfen bei der Sicherstellung des Stiftungszwecks durch:
  • wissenschaftliche Begleitung und Evaluation, um die Qualität der Frühen Hilfen zu sichern und weiterzuentwickeln,
  • Entwicklung und modellhafte Erprobung von innovativen Ansätzen in den Frühen Hilfen, um Versorgungslücken zu schließen und Angebote weiterzuentwickeln,
  • Koordinierung des länderübergreifenden Austauschs mit den Ländern und Gebietskörperschaften, um Frühe Hilfen gemeinsam weiterzuentwickeln sowie
  • Öffentlichkeitsarbeit.
     
Das NZFH hat wichtige Publikationen für die Ausgestaltung und Professionalisierung der Akteure in den Frühen Hilfen herausgegeben:

Kompetenzprofil Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger
 

 
www.elternsein.info

Mit der Seite www.elternsein.info wendet sich das NZFH mit spezifischen Angeboten direkt an Mütter, Väter sowie weitere Personen, die mit kleinen Kindern zu tun haben. Die Seite informiert über Hilfsangebote der Frühen Hilfen sowie den anonymen Elternberatungen von Nummer gegen Kummer e. V. und der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e. V. (bke). Zwei bundesweite Postleitzahlen-Suchen vermitteln auf der Internetseite Anlaufstellen Frühe Hilfen und Schreiambulanzen in Wohnortnähe.
 

 

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Kinder