Ausweitung des Unterhaltvorschusses: "Beste Armutsprävention, die wir haben können"

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Gespeichert von Henning Severin am 2. Dezember 2016 - 17:05
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2. Dezember 2016

Ausweitung des Unterhaltvorschusses: "Beste Armutsprävention, die wir haben können"

Familienministerin Christina Kampmann hat die ab 2017 geplante Erhöhung der Altersgrenze beim Unterhaltsvorschuss von 12 auf 18 Jahre und die Abschaffung der maximalen Bezugsdauer begrüßt. "Diese Entscheidung ist die beste Armutsprävention, die wir haben können", erklärte die Ministerin in der Plenarsitzung am 2. Dezember in Düsseldorf.

 

Dieser Schritt sorge dafür, so die Ministerin, dass Alleinerziehende, die oftmals in Teilzeit arbeiten, nicht in SGBII-Bezug kämen. Deswegen lehne sie zwei Anträge der Opposition ab, die sich gegen die Regelung ausgesprochen haben.
 
Die Gesamtevaluation der familienpolitischen Leistungen auf Bundesebene hätte gezeigt, dass der Unterhaltvorschuss ganz effektiv zur Vermeidung von Armut beitrage. Deshalb sei der Beschluss von Bund und Ländern vom 14. Oktober auch ein großer familienpolitischer Fortschritt.
 
"Zu den großen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit gehört in jedem Fall, dass wir Alleinerziehende und ihre Kinder besser unterstützen", so Ministerin Kampmann. Alleinerziehende hätten mit weitaus stärkeren Belastungen – vor allem in finanzieller Hinsicht – zu kämpfen als andere Familien. "Das ist besonders belastend, wenn für die Kinder kein Unterhalt gezahlt wird."

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